Museum Wilhelm Morgner mit RAUM SCHROTH

Museumsleitung: Dr. Annette Werntze
Assistenz und Verwaltung: Jürgen Tietz

Museum Wilhelm Morgner: Eva Galuszka
Burghofmuseum: Maria Flocke
Osthofentormuseum: Jürgen Tietz

Ab dem 1. April 2023 gelten folgende Eintrittspreise:

Einzelkarte: 5,00 €
Ermäßigte Personen: 3,00 €
Gruppen bis 15 Personen: 30,00 €
Kinder bis einschließlich 17 Jahre und
Schülerinnen und Schüler ab 18 Jahre außerhalb des Unterrichts,
sowie darüber hinaus unter Vorlage des gültigen Schülerausweises: frei
Schulklassen im Rahmen des Unterrichts: frei
Erster Sonntag im Monat: frei
Erhöhte Eintrittspreise bei herausragenden Sonderausstellungen: 8,00 €
Jahreseintrittskarte (12 Monate Gültigkeit), personenbezogen: 20,00 €
Inhaber „artCard": 3,00 €

Ermäßigte Personen sind:
1. Inhaberinnen und Inhaber des SoestPasses,
2. Bürgerinnen und Bürger anderer Kommunen, soweit sie Empfängerinnen oder Empfänger von laufenden Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende), SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung), Asylbewerberleistungsgesetz sind sowie nicht getrennt lebenden Eheleute bzw. eingetragene Lebenspartnerinnen und Lebenspartner und die im Haushalt lebenden Kinder, Empfängerinnen und Empfänger von Kindergeldzuschlag, Familien mit mindestens zwei Kindern oder Alleinerziehende, soweit Wohngeld oder Lastenzuschuss gewährt wird, Familien oder Alleinerziehende mit einem oder mehreren behinderten Kindern bei Nachweis einer entsprechenden Bescheinigung,
3. Studentinnen und Studenten,
4. Schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen „B“ und jeweilige Begleitperson.

„WIRKLICH, ICH LEBE IN FINSTEREN ZEITEN“
AUSSTELLUNG IM KUNSTMUSEUM MORITZBURG IN HALLE (SAALE)
„Die Ausstellung präsentiert das Werk der deutsch-mexikanischen Malerin und Post-Konzeptkünstlerin
Sandra del Pilar, die mit dem Seziermesser der Malerei unsere Zeit ins Bild setzt“.

„Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten“.
Sandra del Pilar: Malerei
21.07.-13.10.2024


Wirklich, wir leben in finsteren Zeiten!“ – so beginnt Bertolt Brechts zwischen 1934 und 1938 verfasstes, 1939 im Exil veröffentlichtes Gedicht „An die Nachgeborenen“, das heute so aktuell ist wie vor knapp 100 Jahren. Vor dem Hintergrund unserer heutigen krisengeschüttelten Zeit, der politisch vielfach ausgerufenen Zeitenwende und dem wiederholt vermuteten Ende der Moderne stellt die Ausstellung die Frage nach der Rolle der Malerei.
Wird das, was uns Gemälde heute zu sagen haben, so ungehört verhallen, wie einst der mahnende Ruf der antiken Seherin Cassandra?
www.kunstmuseum-moritzburg.de/museum-ausstellungen/sonderausstellungen/wirklich-ich-lebe-in-finsteren-zeiten/die-ausstellung/
 

Zur Künstlerin:

Sandra del Pilar formuliert ihre Sujets in einer gegenständlichen Bildsprache. Ihre Themen kreisen um die Spielarten der Macht: Macht der Deutungshoheit, Macht der Definition, Macht der Gewalt, Macht asymmetrischer Verhältnisse, Macht des Sichtbarkeitsregimes etc. Nie wird diese Macht „illustriert“ oder „abgebildet“. Immer wird sie stattdessen körperlich erlebbar gemacht. Zu diesem Zwecke entwickelte die Künstlerin unterschiedliche Verfahren, die das Bild zu einem „ästhetischen Ereignis“ machen: z.B. über partizipative Strategien, über das Wechselspiel von Nah- und Fernwirkung, oder indem transparente Gazen so übereinander gespannt werden, dass sich im Bild bewegliche Räumlichkeiten entwickeln, die unmittelbar auf die Betrachtenden reagieren.

 

Vaterlandsallegorien in Halle

Die 2009 „gecasteten“ Vaterlandsallegorien (Zitat Wolfgang Ullrich) gehören zu den frühesten in der Moritzburg gezeigten Arbeiten, die um eine Haltung zu diesem – zunehmend wieder – schwierigen Begriff ringen.

Übermaltes NS-Gemälde

Die jüngste Arbeit ist die Intervention in das 1942 entstandene Gemälde „Kampfgeist“ von Will Tschech aus dem Sammlungsbestand der Kunstmuseum Moritzburg: Die Künstlerin hat das alte Bild mit einem Liniennetz überzogen, das – aus der Nähe betrachtet – wie ein überdimensioniertes, offenliegendes Malen-nach-Zahlen-Schema wirkt. Doch sind hier die Zahlen nicht nur an Farben, sondern an Begriffe gekoppelt, die aus der NS-Zeit stammen und heute eine traurige, neue Aktualität erlangen.
Bereits 2021 war Sandra del Pilar vom Museum Wilhelm Morgner in Soest eingeladen worden, eine künstlerische Intervention für den Umgang mit einer Porträtbüste Adolf Hitlers aus dem Jahr 1932 zu erschaffen. Es entstand die „Toxic Box / Receptacle for toxic culture“. Beide Werke werden in der Sammlungspräsentation des Museums gezeigt.

www.kunstmuseum-moritzburg.de/museum-ausstellungen/sonderausstellungen/wirklich-ich-lebe-in-finsteren-zeiten/die-ausstellung/

Viel mehr als nur eine neue Spielart von Historienmalerei

Weit entfernt davon zu glauben, ein Bild würde dazu da sein, etwas repräsentieren, entwickelt Sandra del Pilar in ihrer Reihe Soldados „viel mehr als nur eine neue Spielart von Historienmalerei“ (Wolfgang Ullrich). Durch mehrere übereinandergeschichtete Transparenzfasern versetzt die Künstlerin diese Gemälde und die Betrachtenden buchstäblich Bewegung und verbindet damit die Hoffnung auf Perspektivwechsel, die unerwartete gedankliche und politische Dynamiken erzeugen können.

 

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm:
Der Ausstellungskatalog versammelt Texte u.a. von Wolfgang Ullrich und Rainer Metzger:

KONTAKT
san.delpilar@live.com
www.sandra-del-pilar.org

Ausstellungskooperation:
• Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale): 21.-07.- 13.10.2024

• Museum Wilhelm Morgner mit RAUM SCHROTH, Soest: 25.05. - 24.08.2025

 

Hier gelangen Sie zur Webseite des Fördervereins.

Dauerleihgabe einer Glasinstallation von Jochem Poensgen an das Museum Wilhelm Morgner

Erst seit dem 12. Dezember 2021 da und nun schon nicht mehr wegzudenken!
Die Rede ist von der achtteiligen Glasinstallation des Glaskünstlers Jochem Poensgens, der für seine Ausstellung „JETZT UND FRÜHER – 1951-2021“ eigens für den Eingangsbereich des Museums Wilhelm Morgner acht hängende Glaspaneele geschaffen hat.

Schon nicht mehr wegzudenken – so bezeichneten es die Mitglieder des Kuratoriums der Ingrid Kipper-Stiftung. Ihnen war es ein großes Anliegen, das außergewöhnliche Kunstwerk im Museum Wilhelm Morgner dauerhaft verbleiben zu lassen. Am 1. März 2022 jährte sich der Todestag der ehemaligen Bürgermeisterin Ingrid Kipper zum vierzigsten Mal. Diesen Termin zum Anlass nehmend, entschied sich das Kuratorium die achtteilige Glasinstallation Jochem Poensgens für das Museum Wilhelm Morgner zu erwerben. Gelungen ist ihm damit ein überaus wichtiger Baustein zur Perfektion des Hauses, nach dem 2016 abgeschlossenen Umbau des Museumsgebäudes verbunden mit dem Einzug des neuen Partners unter einem Dach, der Stiftung Konzeptuelle Kunst. Die Stadt bedankt sich sehr bei der Ingrid Kipper-Stiftung, ist diese als Dauerleihgabe der Stadt überreichte Installation doch als ein Geschenk an das Haus, an das Museum zu erleben.

Zum Gespräch kam das Kuratorium mit dem Künstler Jochem Poensgen und dem Inhaber der ausführenden Glaswerkstatt aus Quedlinburg Frank Schneemelcher zusammen. Hier wurde die Besonderheit des Glasobjektes und die selbst gewählte Aufgabe des Erwerbs durch die Ingrid Kipper-Stiftung deutlich. Die aufwendig gestalteten Glaspaneele sind versehen mit einem strengen, gleichmäßigen Muster kleiner Dreiecke, die in einem Meer von leicht vernebeltem und doch durchsichtigen Glas eingebrannt sind. Nach innen leuchten und glitzern diese Dreiecke in Gold, nach außen fassen in Schwarzlot gesetzte Dreiecke ihr inneres Pendant. Entsprechend der Entwürfe von Jochem Poensgen führte die Glaswerkstatt die Arbeit aus. Sie waren für die in der vierten Generation tätigen und in höchster Perfektion und langer Erfahrung arbeitenden Glaswerkstatt eine echte Herausforderung. Viele Brennvorgänge, ein immer wieder neues Abwägen der Zusammenführung des mit Sandstrahl geschaffenen opaken Glases und der goldenen Dreiecke, die eingebrannt werden mussten, um sich mit dem Glas zu verbinden und gleichzeitig der Erhalt der Durchsichtigkeit, der Verbindung zwischen Innen und Außen erforderte höchste Präzision. Herr Frank Schneemelcher reiste extra mit zwei ihn begleitenden Mitarbeitern aus Quedlinburg an, um den Moment der Übergabe dieser Glasinstallation miterleben zu können.

Jochem Poensgen beschreibt die Unterschiedlichkeit der Wahrnehmung, die zum einen als gerichtete Aufmerksamkeit ein Ziel verfolgt, zum anderen – wie hier – Wahrnehmung durch Gebrauch erfährt. Der Raum spricht zum Betrachter, ohne dass dieser sich permanent der Schönheit vergewissern muss. Zitat Jochem Poensgen: „Ich wäre traurig gewesen, wenn mit dem Ende der Ausstellung und dem Abbau der Installation dies unbemerkt geschehen wäre.“

Möglich gemacht haben den Gedanken dieses Ankaufs der Künstler selbst und die Glaswerkstatt. Dank des überaus großen Engagements und der beeindruckenden Großzügigkeit beider, konnte die Ingrid Kipper-Stiftung die Glasinstallation erwerben. Der Dank gilt dem großen Engagement aller drei Protagonisten: dem Kuratorium der Ingrid Kipper-Stiftung, dem Glaskünstler Jochem Poensgen und Frank Schneemelcher mit seiner Glaswerkstatt in Quedlinburg.

Auf dem Foto von links nach rechts:

Hintere Reihe: Frau Sieber, Herr von Hohmeyer sowie Frank Schneemelcher (Glaswerkstatt F. Schneemelcher, Quedlinburg), Dr. Annette Werntze (Museumsleitung), Peter Wapelhorst (Erster Beigeordneter der Stadt Soest und Kulturdezernent), Dr. Norbert Wex (Abteilungsleiter Kultur der Stadt Soest)

Vordere Reihe: Dieter Fuchs (Vorsitzender des Kuratoriums Ingrid-Kipper-Stiftung Soest), Dr. Hans-Joachim Schmallenbach, (Ingrid Kipper-Stiftung Soest), Helga und Jochem Poensgen, Dr. Eckhard Ruthemeyer (Ingrid Kipper-Stiftung Soest)

2024

Hans D. Voss – Sergrafien

Wilhelm Wulff – Zeichnungen und Skulpturen

2023

Simplizissimus-Preis 2023 / Kunstverein Kreis Soest e. V.

Kultur.Kontakt.Konkret / Werke aus der Sammlung Vass, Veszprém, Ungarn

MOMENTUM SOEST – Camera obscura – Manfred Haupthoff / Verein für Geschichte und Heimatpflege in Kooperation mit dem MWM

Liat Yossifor / Hans-Kaiser-Kreis in Kooperation mit dem MWM 

Zurück ins Licht – (fast) vergessene Soester Künstlerinnen und Künstler / Kunstverein Kreis Soest

Bettina Briesenick Becker  - Geteilter Raum 

2022

Soester Künstler in Künstlerkolonien

Wilhelm-Morgner-Preis

2021

 KAISERREIHE – Hans Kaiser im Dialog mit Nadine Fecht https://www.nadinefecht.com/

JOCHEM POENSGEN | JETZT UND FRÜHER - https://www.jochempoensgen.de/

Vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit
Hier finden Sie den Zeitungsartikel.

Manaf Halbouni - ZONE 
Film 1 Interview
Film 2
Hier finden Sie den entsprechenden
 Zeitungsartikel.

2021 Geschichte der Dinge
https://www.lwl-museumsamt.de/de/ausstellungen/geschichte-der-dinge/
Zur Herkunft der Objekte in nordrheinwestfälischen Sammlungen – Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, LVR-Museumsberatung. Gezeigt wurde die Ausstellung im Museum-Wilhelm-Morgner vom 18. April bis 13. Juni 2021.

Hier finden Sie alle Fotos der Ausstellung auf einen Blick.
Hier finden Sie den Film mit Dr. Ute Christina Koch – Filmnachweis: Miriam Schroth, Soest

inTime3 - Aktion-Kunst-Preis

2020

Heike Negenborn -Ich bin zeitgenössische Landschaftsmalerin -
https://heike-negenborn.de/
Plakat zur Ausstellung
Artikel Soester Anzeiger
Foto zur Vergabe des Wilhelm-Morgner-Preises 2016
Foto Atelieransicht, Fotografin Beate Vogt-Gladigau

2017

Wilhelm Morgner und die Junge Kunst - Zum 100. Todestag
Hier finden Sie den dazugehörigen Flyer und das entsprechende Plakat.

 

Hier gelangen Sie zur Seite der Kooperationspartner.

Erforschen Sie das Museum Wilhelm Morgner in einem virtuellen Rundgang.

Fördergeber unterstützten den Umbau des Museums Wilhelm Morgner

Mit großer Teilnahme an der Weiterentwicklung des 1962 als multifunktionales Haus erbauten und ursprünglich als Morgnerhaus bezeichneten Gebäudes, haben sowohl das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Landesministerium für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr als auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die aufwändige bauliche und klimatisch-technische Sanierung des Museums Wilhelm Morgner großzügig gefördert. Mit der Wiedereröffnung im Mai 2016 verfolgt das Museum Wilhelm Morgner, neben seinen Kernaufgaben - u.a. der Präsentation von Kunst aber auch als Gemeinbedarfseinrichtung - die gesellschaftliche Aufgabe der Vermittlung, Präsentation und Wirkkraft als Kultur- und Bildungsort nachzukommen. Unterschiedlichste Veranstaltungen, Konzerte, Vorträge, Diskussionsrunden, museumspädagogische Angebote konnten bereits seit der Wiedereröffnung beworben und mit großer Resonanz der Besucher umgesetzt werden.

Die Sanierung des Hauses ist im Zusammenhang zu sehen mit dem ISEK - das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Altstadt (ISEK) der Stadt Soest. Es wurde im Jahr 2013 unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt und im Dezember 2013 vom Rat der Stadt Soest als Grundlage der weiteren Entwicklung der Altstadt von Soest beschlossen worden. Das ISEK steht unter dem Titel "Soest behutsam weiterbauen". Damit soll vermittelt werden, dass es insbesondere um die qualitätsvolle Weiterentwicklung dessen geht, was in der Altstadt schon vorhanden ist. Es gilt, vorhandene Potenziale zu nutzen, an Bestehendes anzuknüpfen und sensibel mit der historischen Bausubstanz und dem Stadtraum umzugehen.

Diese Ziele spiegeln sich auch in der Sanierung des Wilhelm-Morgner Hauses, das ehemals als multifunktionale Begegnungsstätte geplant war und wieder verstärkt als öffentlicher Raum mit Schwerpunkt Kunst, Kultur und Bildung wahrgenommen werden soll, wieder. Als eine Teilmaßnahme des ISEK werden „mit den gebäudlichen und sammlungstechnischen Veränderungen auch die funktionalen Leistungen und Aufgaben des Wilhelm-Morgner-Hauses für die Altstadt von Soest verbessert. Nur so können Angebote und Veranstaltungen für Bewohner und Besucher zeitgemäß durchgeführt werden“ (s. S. 117 ISEK).

Ziel und Zweck der Revitalisierung des Morgner-Hauses, so die durchaus treffende Maßnahmenbezeichnung im ISEK, ist es daher vor allem, das Gebäude einer breiteren Nutzerschicht als neuen bzw. neu wahrnehmbaren öffentlichen Raum anzubieten. Dies geschieht zum einen emotional durch eine baulich-gestalterische Öffnung des Gebäudes (Änderung der Eingangs- und Foyersituation), räumlich durch die Schaffung von multifunktional nutzbaren und barrierearmen Räumen sowie funktional durch vielfältige Angebote im Bereich Kunst, Kultur, außerschulische Bildung und als Begegnungsstätte. Dass ein solcher multifunktionaler Raum funktioniert und angenommen wird, zeigt ebenso die Stadtbücherei Soest seit der Erweiterung, die ein ungemein umfangreiches und – besonders wichtig in einer multikulturellen Stadtgesellschaft – niederschwelliges Angebot bietet. Dies soll im Museum Wilhelm Morgner mit veränderter Schwerpunktsetzung fortgesetzt werden.

Das Museum Wilhelm Morgner erfüllt aufgrund seines reichen kulturellen Erbes eine sehr wichtige Funktion: Es unterstützt die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Region. Gerade in einer sich immer schneller entwickelnden Lebenswelt besitzt es die Möglichkeit eine enge, ja geistige Bindung an den eigenen Standort herzustellen und zur Schnittstelle für kulturelle Bildung, als Vermittler von Wissen, als kulturell interessanter Bildungs- und außerschulischer Lernort und als Begegnungsstätte mit multifunktionaler Nutzung zu werden. Die Attraktivität des Museums Wilhelm Morgner konnte so, unter anderem mit Zuwendung von Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderung, zu einem niedrigschwelligen Angebot für alle Bürger gesteigert werden und ergänzt so in den Menschen den Wunsch nach einer kulturellen Oase.

Aus den Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land flossen 1.030.628 Millionen Euro in die Sanierung des Gebäudes, so dass das Haus auch im Rahmen des Tages der Städtebauförderung 2016 unter dem Motto "Umgebaut und hingeschaut" in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden konnte.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt den Umbau des Multifunktionshauses mit knapp 417.000 Euro. Überzeugt hat beide Fördergeber, dass die umfangreiche Sammlung richtungweisender Kunst schon in der Vergangenheit den hervorragenden Ruf des Wilhelm-Morgner-Hauses begründete. Durch die nun erfolgte barrierefreie Erschließung und die Einbindung der Sammlung Schroth erweitert das Museum sein Spektrum. Die Stiftung Konzeptuelle Kunst wird künftig Werke aus der Sammlung von Carl-Jürgen Schroth sowie eigene Ausstellungen zeigen. Die Einhausung des früheren Atriums hat ab dem 21. Mai 2016 dazu eine zusätzliche Ausstellungsfläche geschaffen. Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL):  „Das Museum Wilhelm Morgner steigt damit auch hinsichtlich seiner Präsentationsmöglichkeiten in die Liga der wichtigsten Kunstmuseen der Region auf. Ich freue mich, dass der LWL durch einen einstimmigen Beschluss seiner politischen Gremien dazu beiträgt, dass das Haus künftig eine überregionale Strahlkraft entfalten wird." Entstanden ist ein attraktiver Kultur- und Bildungsort, der die weite Spannbreite moderner Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert.

Seit vielen Jahren ist vor allem auch das LWL-Museumsamt direkter Ansprechpartner des Museums Wilhelm Morgner, unterstützt mit fachlicher Kompetenz u.a. Fragen zur Restaurierung, begleitet und initiiert selbst Wanderausstellungen, unterstützt museumspädagogische Programme und vieles mehr.

Die Summe von 417.000 Euro stammt aus dem Fördertopf des LWL für westfälische Museen und Gedenkstätten mit musealem Bestand. Der Landschaftsausschuss des LWL hatte in seiner Sitzung vom 13. November 2014 diese Förderung beschlossen.

Ihre Ansprechperson

Frau Eva Galuszka

Museum Wilhelm Morgner mit RAUM SCHROTH

e.galuszka(at)soest.de02921 103-1131AdresseÖffnungszeiten
Museum Wilhelm Morgner
Thomästraße 1
59494 Soest

Thomästr. 1

Telefon: (02921) 103-1131
Fax:        (02921) 103-81248
E-Mail: museen(at)soest.de

Museum Wilhelm Morgner

Öffnungszeiten
TagUhrzeit
Montag:geschlossen
Dienstag:13:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch:13:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag:13:00 bis 19:00 Uhr
Freitag:13:00 bis 17:00 Uhr
Samstag:11:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag:11:00 bis 17:00 Uhr

Hinweis:
Hier
finden Sie alle notwenigen Informationen zu den Besuchsregelungen der städtischen Museen ab dem 6. August 2021.

Stadt Soest
Am Vreithof 8
59494 Soest

Telefon:  02921 / 103-0
Fax:         02921 / 103-9999
E-Mail:    post(at)soest.de

Letzte Aktualisierung
19.04.2021 | 09:53 Uhr