Osthofentormuseum

Das heute noch stehende Osthofentor ist der Innentorturm der ehemaligen Osthofentoranlage. Das äußere Osthofentor besaß früher zwei halbrunde Türme mit einer dazwischenliegenden Durchfahrt. Der Raum zwischen äußerem und innerem Osthofentor, der Zwinger,  war in Soest relativ groß. Zwischen beiden Toren befand sich bis zum Jahr 1637 die Severinskapelle. Seit der Bahnhofserweiterung von 1890, bei der ein großer Teil der Stadtumwallung abgebrochen wurde, schließen die Wälle nicht mehr unmittelbar an das Torgebäude an.

Der Eingang, der sich früher vom Wall aus von der Nord- und Südseite durch Wendeltreppen nehmen ließ, ist heute nur noch südlich mit einer modernen Zugangstreppe möglich, der nördliche Eingangsbereich wurde zugemauert. Auf beiden Seiten sind aber noch immer Ansätze der Wallmauern erkennbar. Im Jahr 1476 erwarb die Stadt Soest mehrere tausend Pfeile, um 1500 kamen weitere Geschosse hinzu. Diese, durch neue Waffen verdrängt, fanden ihren Platz, wie oben schon erwähnt, in der Rüstkammer des St. Patrokli-Münsters. Als man 1879 nachzählte, kam man aber auf weniger Pfeile als erwartet, da viele als „Andenken“ entwendet worden waren. Nach einem mühsamen Kampf mit dem Kirchenvorstand um das Eigentumsrecht der Pfeile und Armbrustbolzen wurde dieser am 24.9.1881 gerichtlich zu Gunsten der Stadt entschieden. Die historischen Waffen konnten endlich in angemessener Form ohne Verluste verwahrt werden.

 

Ab dem 1. Januar 2019 gelten folgende Eintrittspreise:

Verbund-Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch des Museums Wilhelm Morgner und des Osthofentormuseums. 

Einzelkarte für jedes Museum2,00 €
Ermäßigte1,00 €
Verbund-Einzelkarte (berechtigt zum Besuch der beiden anderen städtischen Museen innerhalb eines Monats)3,00 €
Gruppen bis 30 Personen20,00 €
Jugendliche bis 16 Jahrefrei
Schulklassen im Rahmen des Unterrichtsfrei
Erster Sonntag im Monatfrei
Erhöhte Eintrittspreise bei herausragenden Sonderausstellungen

pay what you want
bei einem Sockelbetrag von 

5,00 €

personenbezogene Jahreskarte (12 Monate Gültigkeit)20,00 €


Ermäßigte sind: Inhaber/-innen des SoestPasses; Empfänger/-innen von laufenden Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende), SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung), Asylbewerberleistungsgesetz sowie den / die nicht getrennt lebende Ehegatten/in bzw. eingetragene/n Lebenspartner/-in und die im Haushalt lebenden Kinder, Empfänger/-innen von Kindergeldzuschlag sowie auf Familien mit mindestens zwei Kindern oder Alleinerziehende, soweit Wohngeld oder Lastenzuschuss gewährt wird, und Familien oder Alleinerziehende mit einem oder mehreren behinderten Kindern bei Nachweis einer entsprechenden Bescheinigung.

Führungen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

Dauer: 45 Minuten

Teilnehmerzahl max. 30 Personen

Kosten: 42,00 €

Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an die Tourist-Information Soest, Tel.: (02921) 103-6110, E-Mail willkommen@soest.de

Die Wachstube

Auf der unteren Ebene, der ehemaligen Wachstube, erhält der Besucher in Form von Informationstafeln mit großformatigen Texten, Fotos und Grafiken einen Überblick über die mehr als 1000-jährige Geschichte der Stadt und ihre topografische Entwicklung. Im Mittelpunkt befindet sich ein Stadtmodell um das Jahr 1912, das durch eine Lichtanzeige die Lage einzelner Gebäude veranschaulicht. Weitere Modelle zeigen die Stadt um das Jahr 1000 und die mittelalterliche Torburg mit ihren Wassergräben und Wällen. Historische Siegel und Münzen werden in Hängevitrinen präsentiert.

Die Rüstkammer

Die mittlere Ebene, die ehemalige Rüstkammer, informiert zu Wehrbau und Verteidigungsanlagen des mittelalterlichen Soest. Hier befindet sich die schon erwähnte großartige Armbrustsammlung. Ein Teil von ihr  ist in einer Großraumvitrine ausgestellt, in der die Bolzen wieder als die mächtigen Geschosse erscheinen, die sie einstmals waren  -  sie sind so angeordnet, als befänden sie sich mitten im Zielanflug. Auch auf dieser Ebene werden die Informationen zur Belagerung und Verteidigung, zur Technik und Wirkung der Armbrust durch Text- und Bildtafeln illustriert.

Die Dachgeschossgalerie

Auf der dritten Ebene, der 1904 neu eingebauten Dachgeschossgalerie, werden soziale und wirtschaftliche Aspekte der Stadtentwicklung thematisiert. Auf Text- und Bildtafeln und einer am Galeriegeländer entlanglaufenden Schrifttafel wird zur Baugeschichte von Soester Privathäusern und Wohnsiedlungen informiert.

Das heute noch stehende Osthofentor ist der Innentorturm der ehemaligen Osthofentoranlage. Das äußere Osthofentor besaß früher zwei halbrunde Türme mit einer dazwischenliegenden Durchfahrt. Der Raum zwischen äußerem und innerem Osthofentor, der Zwinger,  war in Soest relativ groß. Zwischen beiden Toren befand sich bis zum Jahr 1637 die Severinskapelle. Seit der Bahnhofserweiterung von 1890, bei der ein großer Teil der Stadtumwallung abgebrochen wurde, schließen die Wälle nicht mehr unmittelbar an das Torgebäude an.

Der Eingang, der sich früher vom Wall aus von der Nord- und Südseite durch Wendeltreppen nehmen ließ, ist heute nur noch südlich mit einer modernen Zugangstreppe möglich, der nördliche Eingangsbereich wurde zugemauert. Auf beiden Seiten sind aber noch immer Ansätze der Wallmauern erkennbar. Im Jahr 1476 erwarb die Stadt Soest mehrere tausend Pfeile, um 1500 kamen weitere Geschosse hinzu. Diese, durch neue Waffen verdrängt, fanden ihren Platz, wie oben schon erwähnt, in der Rüstkammer des St. Patrokli-Münsters. Als man 1879 nachzählte, kam man aber auf weniger Pfeile als erwartet, da viele als „Andenken“ entwendet worden waren. Nach einem mühsamen Kampf mit dem Kirchenvorstand um das Eigentumsrecht der Pfeile und Armbrustbolzen wurde dieser am 24.9.1881 gerichtlich zu Gunsten der Stadt entschieden. Die historischen Waffen konnten endlich in angemessener Form ohne Verluste verwahrt werden.

 

Das Osthofentor mit flachem Notdach 1904/05

Nach dem 1. Weltkrieg wurden die Räume des Osthofentors, in denen sich nun das Museum befindet, für ein Kriegsmuseum und -archiv genutzt. Die bisher im Burghofmuseum ausgestellten Waffen und Erinnerungen aus den Kriegen der Stadt fanden ihren neuen Platz in den Räumen des Osthofentors. 50 Jahre nach der Einrichtung durch den Verein Heimatpflege wurde der Museumsbetrieb eingestellt und alle Exponate mit Ausnahme der Armbrustbolzen ins Burghofmuseum ausgelagert.

Nach einer umfassenden Restaurierung der Fassade (1971-1974) und einer Sanierung der Innenräume (1978-1980) präsentiert nun das heutige Osthofentormuseum seit 1982 die Armbrustbolzen und damit zusammenhängend die Verteidigung einer Stadt wie Soest im Mittelalter - an einem einzigartigen Eirinnerungsort der Stadt..

Erforschen Sie das Osthofentormuseum in einem virtuellen Rundgang.

Ihre Ansprechperson

Herr Jürgen Tietz

j.tietz(at)soest.de02921 103-1248AdresseÖffnungszeiten
Stadtarchiv
Niederbergheimer Straße 24
59494 Soest
Öffnungszeiten
TagUhrzeit
Montag:08:00 - 12:00
Dienstag:08:00 - 12:00
Mittwoch:08:00 - 12:00
Donnerstag:08:00 - 12:00 / 14:00 - 17:00
Freitag:08:00 - 12:00
Termine nach Vereinbarung.

Osthofentormuseum

Öffnungszeiten
TagUhrzeit
Mittwoch:14 – 16 Uhr
Samstag:14 – 16 Uhr
Sonntag:11 – 17 Uhr
In den Monaten Oktober bis April bleibt das Museum geschlossen

Osthofentormuseum

Osthofenstraße 72
Telefon: (02921) 16015
E-Mail: museen@soest.de

Stadt Soest
Am Vreithof 8
59494 Soest

Telefon:  02921 / 103-0
Fax:         02921 / 103-9999
E-Mail:    post(at)soest.de

Letzte Aktualisierung
25.03.2021 | 14:01 Uhr