im Raum Schroth
RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner
27. September 2026 – 31. Januar 2027
„Zum Verständnis bildender Kunst gehört ein besonderes Auge, also auch zur Herstellung von Kunst.“
Klaus J. Schoen
Die Retrospektive eröffnet den Blick auf das Schaffen des Malers Klaus J. Schoen (1931 bis 2018). Seine Werke laden zu einer intensiven und aufmerksamen Betrachtung ein. In einer Zeit permanenter Reizüberflutung schaffen sie Momente konzentrierter Wahrnehmung. Das Sehen wird wieder zu einem bewussten Vorgang. Aus der großen Stille seiner Malereien entstehen Räume der Kontemplation und Entschleunigung.
Mit Klarheit und Reduktion brachte Schoen die von ihm gesuchte „unmittelbare visuelle Präsenz der Form“ zur Entfaltung. Im Mittelpunkt seines Schaffens standen die grundlegenden Mittel der Malerei und die Beziehungen zwischen Fläche und Linie, Fläche und Raum, Gleichgewicht und Ungleichgewicht sowie Symmetrie und Antimetrie.
Schoen steht in der Tradition der konkreten Kunst, die für ihn zugleich immer eine produktive Reibungsfläche bildete. Seine Werke bewegen sich im Spannungsfeld von systematischer Konstruktion, Sinnlichkeit und persönlicher Einfühlung. Strenge formale Ordnungen treffen auf eine malerische Haltung, die offen für Wahrnehmung, Erfahrung, Unerklärliches und leise Verschiebungen bleibt. Daraus entsteht eine Bildwelt von besonderer Präzision und stiller Intensität.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Werkgruppe der „unregelmäßigen Formate“. Ihre Bildträger verlassen im Sinne des Shaped Canvas die klassische rechteckige Begrenzung und definieren den Bildraum neu. Bedeutende Leihgaben aus früheren und späteren Schaffensphasen ergänzen die Präsentation und ermöglichen einen umfassenden Blick auf das Werk Klaus J. Schoens.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Führungen und Workshops an. Aktuelle Termine und weitere Informationen finden Sie unter www.skk-soest.de.