Soester „Gloria“ erklingt an Heiligabend ohne laute Töne und störendes Licht

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Am Heiligabend, kurz vor 19 Uhr, verlöschen die Lichter auf dem Petrikirchhof im Herzen der alten Hansestadt und nur auf dem 40 Meter hohen Turmumgang leuchten Laternen. Wenn dann die sieben Schläge der Kirchturmuhr verhallt sind, beginnt das Soester „Gloria“.

Rund 50 Sängerinnen und Sänger des Archigymnasiums stimmen ein altes Weihnachtslied an. Mehr als drei Jahrhunderte hat dieser Brauch überlebt. Nach einer coronabedingten Pause im vergangenen Jahr erklingen das „Gloria“ und der Choral „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“ wieder nach alter Tradition im zweimaligen Wechsel. Das Soester „Gloria“ ist die älteste ökumenische Veranstaltung überhaupt. Für einen echten Soester beginnt das Weihnachtsfest gar erst, wenn Gesang und Posaunenklänge vom Turm der Petrikirche verhallt sind.

Das Soester „Gloria“ ist eine Veranstaltung der leisen Töne. Deshalb bittet die Stadt auch im Interesse der Akteure alle Besucherinnen und Besucher, keine laute Unterhaltung unter dem Turm zu pflegen. Auch Applaus ist weder üblich noch gar erwünscht. „Man kommt still und man geht still“, so ist es Tradition. Zwischen etwa 18.55 und 19.15 Uhr sollte auch die Straßen- und Kirchplatzbeleuchtung ausgeschaltet sein. Autofahrer sollten in dieser Zeit den nördlichen Petrikirchplatz weder anfahren noch befahren. Gemäß den aktuellen Corona-Schutzbestimmungen gibt es Sicherheitsbeschränkungen für die Akteure auf dem Turmumgang. Besucherinnen und Besucher sollten die Maskenpflicht in der Fußgängerzone beachten. Darüber hinaus besteht die dringende Empfehlung, auch auf den Kirchplätzen verantwortungsvoll Mund-Nase-Masken zu tragen und Abstand zueinander zu halten.

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Letzte Aktualisierung
25.03.2021 | 14:01 Uhr