Ausweisung von drei Sanierungsgebieten für mehr Wohnqualität und den Klimaschutz

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Die Stadt Soest will in drei Wohnquartieren im Stadtgebiet gezielt die Wohnqualität steigern sowie die energetische Sanierung der Gebäude im Sinne des Klimaschutzes unterstützen.

Dazu werden für die drei ausgewählten Viertel so genannte „Integrierte energetische Quartierskonzepte“ entwickelt. In dem auf mehrere Jahre ausgelegten Prozess profitieren die Hauseigentümer unter anderem durch Beratungsangebote, Förderprogramme und steuerliche Vorteile, wenn sie ihre Häuser sanieren. „Die Stadt will diese Gebiete ganzheitlich aufwerten und den Eigentümern Anreize bieten, ihre Gebäude zu sanieren und zu modernisieren, und den öffentlichen Raum aufwerten“, erklärt der Technische Beigeordnete der Stadt Soest Matthias Abel.

Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Donnerstag, 13. Januar 2022, durch ein einstimmiges Votum dieses Projekt auch politisch auf den Weg gebracht. Damit kann die Arbeit an den Quartierkonzepten fortgesetzt werden. Es geht konkret um diese drei Stadtviertel:

  • die Altstadt innerhalb der Wälle
  • das Quartier „Süd-Ost“ zwischen Arnsberger Straße, Niederbergheimer Straße, Waldweg / Lippstädter Straße und Lübecker Ring
  • das Quartier „Osthofe“ nördlich des Schwarzen Weges zwischen Weslarner Weg, Hermannstraße und Holthausenweg / Bleskenweg.

Alle drei Stadtviertel haben einen großen Bestand alter Wohngebäude, wobei sich in der Altstadt besonders viele denkmalgeschützte Immobilien befinden, wohingegen die beiden anderen Viertel eher Häuser aus der direkten Vor- und Nachkriegszeit aufweisen. In jedem Fall bestehen große Sanierungspotenziale. Die energetische Modernisierung der Immobilien würde dazu führen, dass Heizenergie gespart werden kann und somit auch der Treibhausausstoß der gesamten Stadt sinkt. „Genau darum geht es bei dem Ziel, Soest zu einer klimaneutralen Stadt zu machen“, betont Dirk Franke, Leiter der Arbeitsgruppe Stadtentwicklung, Umwelt und Geo-Service bei der Stadtverwaltung.

Die Stadt setzt die Entwicklung der „Integrierten energetischen Quartierskonzepte“ mit den drei Unternehmen „Innovation City Management“, „Jung Stadtkonzepte“ und „Gertec“ um. Das Gesamtprojekt wird durch die KfW-Bank gefördert.

In der ersten Projektphase werden ab sofort der Gebäudebestand und -zustand sowie städtebauliche Missstände im Quartier erfasst und analysiert. Diese Erfassung geschieht auch in Gesprächen mit den Eigentümern und Mietern über deren Bedürfnisse. Der Zeitplan sieht den Abschluss dieser Untersuchungen im 4. Quartal des Jahres 2022 vor. Parallel werden die einzelnen Quartierskonzepte verfasst. Im Oktober 2022 soll der Rat der Stadt Soest auf dieser Grundlage die drei Stadtviertel formal per Satzung als Sanierungsgebiete ausweisen.

Die Immobilieneigentümer können anschließend in der zweiten Projektphase die Ergebnisse für eigene Sanierungsprojekte nutzen. Dabei werden ihnen spezielle Zuschussprogramme, Beratungsangebote und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die es außerhalb von ausgewiesenen Quartierskonzepten nicht gibt.

„Für die Eigentümer und Mieter ist es ganz wichtig, dass wir sie in die Entwicklung der Quartierskonzepte einbeziehen“, betont Matthias Abel. „Es wird nichts vorgeschrieben oder über ihre Köpfe entschieden.“
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Die Stadt Soest hat eigens in der Geschäftsstelle Klimaschutz zusätzliche Stellen für Sanierungsmanager geschaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen werden. Bereits „an Bord“ ist ab sofort Alessandro Bontempi. „Die Sanierungsmanager planen die Umsetzung der Konzeptergebnisse, sie initiieren einzelne Prozess-Schritte und sind für die Bürger die zentrale Anlaufstelle für Fragen der Finanzierung und der Förderung“, erklärt er seine Aufgabe.

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Letzte Aktualisierung
25.03.2021 | 14:01 Uhr