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Zusätzliche IT-Fachkräfte und Hunderte iPads für die städtischen Schulen

Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und Ferdinand Aßhoff, Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, bei der Übergabe des Förderbescheids im Soester Rathaus.

Die Stadt Soest erhöht bei der Digitalisierung der städtischen Schulen nochmal das Tempo. Investiert wird gleichermaßen in Technik und Fachpersonal. So ist die Arbeitsgruppe IT der Verwaltung um drei Vollzeitstellen ausschließlich für die Betreuung der IT-Infrastruktur der Schulen gewachsen. Parallel dazu baut die Stadt den Bestand an digitalen Endgeräten aus. 300 Tablets vom Typ iPad sind bereits im Rathaus II eingetroffen und werden nun an die Schulen verteilt. Weitere 1100 Geräte können ausgeschrieben werden, weil die Stadt als eine der ersten Kommunen in NRW den Zuschlag im Landesförderprogramm „Sofortausstattung für Schülerinnen und Schüler“ erhalten hat. Ferdinand Aßhoff, Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, übergab den Förderbescheid über 347.912,45 Euro am Montag, 24. August, persönlich an Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer.

Während das Kontingent der 1100 Endgeräte dazu gedacht ist, dass alle Schülerinnen und Schüler im digitalen Distanzunterricht gleiche Voraussetzungen erhalten, setzt die Stadt mit den 300 iPads ein Vorhaben des Medienentwicklungsplans (MEP) um. Vom Rat im Jahr 2018 beschlossen, wird der MEP die städtischen Grund- und weiterführenden Schulen bis 2025 auf ein zeitgemäßes digitales Level heben.

„Die Digitalisierung der städtischen Schulen geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein über mehrere Jahre laufendes Millionenprogramm“, erklärt Marius Papenbrock, Leiter der Arbeitsgruppe IT. Denn digitale Schulen benötigen nicht nur iPads oder Laptops, auch wenn diese Ausstattung oft im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung steht. Sämtliche Endgeräte können nur funktionieren, wenn auch die Infrastruktur in den Schulgebäuden stimmt – wenn also leistungsfähige Netzwerke, Server, Präsentationstechnik und Internetversorgung inklusive der Software existieren. Und diese Infrastruktur wiederum will beständig auf Top-Niveau gewartet werden, benötigt also IT-Fachkräfte. Alle drei Bereiche wird die Stadt optimieren.

  •  Mit der Sekundarschule sowie dem Conrad-von-Soest-Gymnasium sind bereits zwei weiterführende Schulen mit der baulichen Infrastruktur ausgestattet. Die  weiteren Schulen folgen in diesem und in den nächsten Jahren, hier arbeitet die AG IT eng mit der Zentralen Grundstückswirtschaft (ZGW) der Stadt Soest zusammen.
  •  In der Arbeitsgruppe IT kümmern sich mit Christopher Dornscheidt, Peter Mackenbrock und Bastian Topp nun drei Fachleute um die Schulen, der MEP sieht weitere Stellen vor.
  • Für die Ausstattung der Schulen mit Endgeräten setzt die Stadt eigenes Geld sowie Fördermittel ein. Die Basis bildet der „DigitalPakt Schule“ von Bund und Land NRW. Für das Zusatzprogramm „Sofortausstattung für Schülerinnen und Schüler“ in NRW hat die Stadt bereits den erwähnten Zuschlag erhalten. Für ein weiteres Landes-Förderprogramm, nämlich „Ausstattung von Lehrkräften“ mit Endgeräten, ist der Antrag eingereicht. Daraus könnte die Stadt 550 Geräte beschaffen. Die notwendige Ausschreibung ist schon vorbereitet.


„Die Verteilung der Tablets und Computer stimmen wir in allen Fällen eng mit den Schulen ab“, betont Thomas Nübel, Leiter der Abteilung Bildung und Sport der Stadt Soest. Es werde definitiv keinen pauschalen Verteilungsschlüssel für alle geben, erklärt er, denn die Schulen hätten jeweils eigene medienpädagogische Konzepte für den digitalen Unterricht und auch die Bedarfe für die Sofortausstattung seien von Schule zu Schule unterschiedlich.