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Stadt Soest beteiligt sich an Projekt zur Verbesserung der Lkw-Navigation

Wenn sich ortsfremde Lkws in engen Altstadtstraßen festfahren, unter zu niedrigen Brücken steckenbleiben oder auf abgelegenen Feldwegen stranden, ist das bestenfalls kurios und zum Schmunzeln, aber eigentlich immer ärgerlich und manchmal sogar gefährlich. Die Stadt Soest will dazu beitragen, dass solche Irrfahrten künftig nicht mehr vorkommen. Dazu beteiligt sie sich nun an dem OnlineProjekt „SEVAS“ des Landes NRW. Dahinter steckt eine Datenplattform, die von den teilnehmenden Kommunen mit Angaben über Straßen gefüttert wird, welche aus unterschiedlichen Gründen von Lkw nicht benutzt werden sollten. Die Hersteller der Lkw-Navigationsgeräte spielen die Daten aus SEVAS fortlaufend in die Navigationssoftware ein.

„Das Problem ist, dass viele Lkw-Fahrer blind ihrem Navigationsgerät folgen, das die Einschränkungen der Straßen nicht kennt“, beschreibt Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt Soest, die Ursache vieler Irrfahrten. „Sogar die speziellen Lkw-Navigationsgeräte führen ortsfremde Fahrer in gesperrte Bereiche.“ Über die SEVAS-Plattform können Kommunen nun die Lkw-Navisysteme direkt mit den entscheidenden Hinweisen füttern: „Restriktionen wie Gewichts-, Höhen-, Längen- und Breitenbegrenzungen im Stadtgebiet“, nennt Matthias Abel Beispiele. Außerdem können Vorrangrouten benannt werden, um Lkw gezielt über geeignete Strecken zu lenken. „Unter dem Strich tragen wir damit zu einem effizienten und stadtverträglichen Lkw-Verkehr bei.“ Voraussetzung ist natürlich, dass die Fahrer das Lkw-Navigationssystem nutzen und nicht etwa ein handelsübliches Pkw-Navi.

SEVAS ist ein vom NRW-Verkehrsministerium beauftragtes und bei dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg angesiedeltes Projekt. Von den 396 NRW-Kommunen sind neben Soest 248 weitere Kommunen dabei – vorwiegend im Rheinland und Ruhrgebiet. Mit dem Stand vom 22. Juli kennt die Plattform bereits 4178 Restriktionen und 14.289 Kilometer Vorrangrouten.