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Der Schiefe Turm stellt sich als Denkmal des Monats vor

Die Kirche Alt-St.-Thomä, im Volksmund „Schiefer Turm“ genannt, ist Denkmal des Monats März 2019. Aus diesem Anlass öffnet die Kirche am Samstag,
16. März, um 15 Uhr ihre Türen, damit alle Interessierten etwas über die Baugeschichte erfahren und das Gebäude erkunden können.

Im Rahmen der Veranstaltung stellt die städtische Denkmalpflegerin Katharina Schuchardt die Kirche und ihre Besonderheiten vor. „Der Schiefe Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Um ihn ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden“, sagt Schuchardt. „Dennoch wissen die wenigsten Menschen um die bedeutende Baugeschichte der Kirche, bei der es sich wohl um die zweitälteste Kirchengründung in Soest handelt.“

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit der Begrüßung der Besucherinnen und Besucher durch die Pfarrerin Leonie Holler von der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Soest sowie durch den Technischen Beigeordneten Matthias Abel der Stadt Soest, in
dessen Verantwortungsbereich auch die städtische Denkmalpflege liegt. Im Anschluss an den Vortrag können die Gäste das Gotteshaus auf eigene Faust erkunden. Die Malgruppe der Gemeinde zeigt ihre Arbeiten zum Schiefen Turm und es werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Hintergrund des Titels „Denkmal des Monats“ ist der jedes Jahr erscheinende Denkmalkalender der Regionalgruppe Südwestfalen der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne. In jedem Monat steht ein anderes Objekt mit seiner Geschichte im Fokus der Publikation. Alt-St.-Thomä ist Denkmal des Monats März 2019.

Für die Auswahl von Alt-St.-Thomä sprachen mehrere Gründe: Der markante, stark geneigte Turmhelm von Alt-St.-Thomä fällt bereits bei der Anfahrt nach Soest auf. Dennoch liegt die Kirche abseits der üblichen touristischen Pfade. Dabei gibt es nicht nur den so genannten „schiefen Turm“ zu bestaunen, auch ansonsten lassen das Innere und Äußere der Kirche eine spannende Baugeschichte erahnen: Während die Nordseite auf einen romanischen Bau schließen lässt, ist die Südseite von gotischen Formen geprägt. Der Innenraum weist drei deutlich unterschiedlich breite Schiffe und verschiedenste Gewölbeformen auf. Eine besondere Atmosphäre entsteht durch die bis heute ablesbaren Kriegseinwirkungen. Teile des Innenraums blieben unverputzt und der Boden wurde mit kleinteiligem Pflaster versehen.