Der Markt auf dem Vreithof

Der Markt auf dem Vreithof


Das lebhafte Treiben an den zahlreichen Ständen auf dem Vreithof und am Seel wird eine bunte Mischung der verschiedensten Händler und Handwerker zeigen, wie Sie auch im Mittelalter vertreten gewesen wären. Angefangen bei Geschmeide und Pretiosen, über Getöpfertes, Kräuter bis hin zur Tuchhändlerin, die außerdem auch fertige „zeitgemäße“Gewandungen für den Marktbesucher vorhält.

Gezeigt werden auch Handwerke wie die Korbflechterei, Spinnen und Filzen sowie die Imkerei. Ein Schmied lässt sich bei seinem Handwerk über die Schulter sehen und nebenan sind Steinmetze bei der Arbeit zu bewundern, die den für Soest typischen Grünsandstein bearbeiten – vielleicht entsteht dabei ja noch eine weitere Kirche in der Altstadt.....

Selbstverständlich haben die Marktbetreiber auch Wert auf eine gute Küche gelegt und versorgen Ihre Gäste ausreichend mit wohlschmeckendem Speis und Trank aus der Soester Börde, alles samt selbst gemacht und vor Ort gebrutzelt. Vom Waräger Broed über leckere Speckstreifen bis hin zum Schwein am Spieß, vom Kräutergetränk bis zum Met dürfte sicherlich für die unterschiedlichsten Geschmäcker etwas dabei sein. „Auf das der Speichel in Strömen fließe und vielleicht auch für den einen oder anderen Bettler unterwegs ein Krümelchen übrig bleibe“ so Scharfrichter Burkhard Schnettler während einer Arbeitspause.

Übrigens, bereits der Eingangsbereich am Seel dürfte so manchen Blick auf sich ziehen: eins (von insgesamt drei für die Zukunft geplanten) großen Stadttoren, geflissentlich kontrolliert von einer eigenen Stadtwache, soll in besonderer Weise an die wehrhafte Geschichte der alten Hansestadt Soest erinnern.

Die Eröffnung

Eine offizielle Eröffnung wird am Samstag um 12 Uhr auf dem Vreithof durch den ersten Bürger der Stadt, Dr. Eckhard Ruthemeyer vorgenommen, im Beisein der amtierenden Bördekönigin Verena und des Jägerkens Leon Lisztewink.

Szenen aus dem Mittelalter


Während des Schlenderns über den Markt wird es dem hochgeehrten Besucher nicht erspart bleiben – neben den schon erwähnten Bettlern – auch anderen Gestalten höheren wie niedrigeren Standes zu begegnen. Dabei sei schon jetzt gesagt: Wie diese Begegnungen sich gestalten, kann hier nicht vorausgesagt werden, denn im Mittelalter war das Leben bekannterweise noch wesentlich unsicherer als heute.

Ein Pilgerzug hat sich angesagt, dem sich gern noch Anwesende anschließen dürfen. Auch eine Gerichtsverhandlung wird abgehalten, die sich ja stets großer Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreut hat. Auch wenn der Verdacht nahe liegt, dass hier durchaus die Schadenfreude den Antrieb für soviel Begeisterung ausmacht. Mit Überfällen ist allenthalben zu rechnen, aber: Die Stadtwache ist präsent und wird sich um jeden Übeltäter persönlich und lautstark kümmern – sofern sie diese erwischt.

Auf dem Domplatz wird außerdem ein kleines Heerlager seine Zelte aufschlagen und sich dem Lagerleben samt Schwertkampf-vorführungen in besonderer Weise widmen. Mit anderen Worten: Für Unterhaltung unterschiedlichster Art ist auf dem Markt also gesorgt.

Das schließt natürlich auch Musikanten, Tänzer und Gaukler mit ein. Was wäre eine historische Szenerie ohne die dazu gehörenden Klänge. Die Musikgruppen„Terra Hossa“ und das „Duo Graeulich“ werden mit allerlei Instrumentarium und lautstarkem Auftritt für viel Aufmerksamkeit sorgen. Außerdem musikalisch auf dem Soester Kopfsteinpflaster unterwegs: Eine Gruppierung der Soester Musikschule sowie Dudelsackspieler. Musikanten und Tänzer, Gaukler, Feuerspucker und Vaganten werden für viel Spaß und Unterhaltung sorgen.

Für Kinder


Kinder werden an diesem Wochenende ganz besonders auf ihre Kosten kommen und viel vom Leben in früheren Zeiten entdecken und erfahren können. Man kann Bogenschießen üben, Ritterkämpfe ansehen oder auch selbst zum Schwert greifen, die Welt der Heilkräuter entdecken, ungewöhnliche Speisen kosten, an einer Schatzsuche teilnehmen und natürlich auch andere Kleidung tragen. Besonders spannend wir es bei der Ritterturney: Hier wird man, nach bestandenen Prüfungen z.B. im Langbogenschießen, Schwertkampf und Axtwerfen in einer besonderen Zeremonie und natürlich mit Urkunde zum Ritter geschlagen. Hiermit ist selbstverständlich auch der Erwerb eines besonderen Titels verbunden. Das Ganze dauert etwa eine gute Stunde. So spannend kann Geschichte sein!