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Die Soester Stadtgeschichte - Chronologie

Das Bild zeigt die Teichsmühle in Soest
5500-5000 v. Chr. Besiedlung der sogenannten „Bandkeramischen Kultur“ südöstlich von St. Patrokli nachgewiesen.

um 500 Salzgewinnung am Kohlbrink archäologisch belegt.

ca. 780 St. Petri als Missionskirche für Sachsen gegründet.

836 Erste urkundliche Erwähnung Soests als „villa sosat“.

um 960/965 Kölner Erzbischofe als Landesherren errichteten ihre Soester Residenz als Pfalz (Wohnturm) neben der 
Kirche St. Petri (Reste noch sichtbar).

965 Der Erzbischof von Köln verfügt in seinem Testament die Gründung eines Stifts in Soest (heute St. Patrokli).

1144 Übertragung von Soester Marktrechtsgewohnheiten auf Medebach als erste von 65 Städten.

1150 Fernhandel weitet sich aus bis Russland.

1140-1150 Erster Soester Stadtsiegel.

um 1175 In Soest entsteht das älteste deutsche Tafelbild, das sich heute im Westfälischen Landesmuseum in Münster befindet.

1180 Soest steht in voller Blüte: die Stadt wächst auf insgesamt 102 Hektar an und ist umgeben von einer 3,8 km langen Stadtmauer mit zehn Toren.

um 1200 Baubeginn der Kirchen St. Maria zur Höhe, Alt St. Thomä, Nikolaikapelle.

1253 Soest, Dortmund, Münster und Lippstadt schließen ein Bündnis u.a. zur Förderung des gegenseitigen Handels. Soest gehört zu den führenden Städten des mittelalterlichen Hansebundes.

1300 Es beginnt der Erwerb der „Börde“ (= Gebühren) mit 48 Dörfern; die Minoritenkirche (heute Neu St. Thomä) entsteht, ebenso St. Pauli.

1313 Der Bau von St. Maria zur Wiese beginnt, der letzten große Kirche des Mittelalters.

1338 Die Allerheiligenkirmes wird erstmals schriftlich erwähnt.

1444 – 49 Soester Fehde: die Stadt sagt sich vom Kölner Erzbischof los, was einen fünfjährigen Krieg zu Folge hat. Erst 1449 wird durch einen Schiedsspruch die Zugehörigkeit Soests zum Herzogtum Kleve festgestellt.

1449 Soest siegt in der Fehde gegen den Erzbischof von Köln.

nach 1500 Infolge des Verlustes der herausragenden Position im mächtigen Erzbistum Köln beginnt der Niedergang der Stadt. Soest liegt nun am Rande des Herzogtums Kleve und somit auch nicht mehr im Schnittpunkt wichtiger Handelswege.

Um 1530 Heinrich Aldegrever malt den Marienaltar in St. Maria zur Wiese.

1531 Reformation in Soest. Sechs Pfarrkirchen werden evangelisch.

1608 Soest nimmt in Lübeck zum letzten Mal an einem Hansetag teil.

1669 Die Soester huldigen dem Brandenburger Kurfürsten. Das während des 30jährigen Krieges stark zerstörte Soest ist nun eine brandenburgische Stadt.

1751 Der Preußenkönig Friedrich II. hebt die seit 1260 bestehend Ratsverfassung auf, damit endet die städtische Selbstständigkeit.

1756 – 1763 Durch den Siebenjährigen Krieg sinkt Soest auf den Tiefpunkt seiner Entwicklung.

ab 1810 Beginn des Abrisses von Kirchen, Kapellen und Stadttoren.

1817 Entstehung des Kreises Soest. Soest wird Kreisstadt, verliert jedoch sein Territorium, die Börde. 

1850 Die Eisenbahnstrecke Hamm – Soest – Paderborn wird eröffnet. Soest wird bedeutender Umschlagplatz zwischen West- und Mitteldeutschland.

1882 Die vollendete Kirche St. Maria zur Wiese wird eingeweiht.

1905 –1917 Soest wird als Kunststadt wiederentdeckt u. a. durch Maler wie Emil Nolde, Christian Rohlfs, Otto Modersohn und Wilhelm Morgner.

1934 Der Kunsthistoriker Wilhelm Pinder schlägt vor, die ganze Stadt zum Nationaldenkmal zu erklären.

1940 – 45 Durch über 30 Luftangriffe wird Soest zu zwei Drittel zerstört.

1969 Die kommunale Neuordnung erweitert das Stadtgebiet um 18 Bördegemeinden.

1975 Aus den Altkreisen Soest, Lippstadt und dem Amt Warstein bildet sich der Großkreis Soest im Rahmen der kommunalen Neuordnung. Soest wird Kreisstadt.

1982 Im restaurierten Osthofentor wird ein stadtgeschichtliches Museum eingerichtet.

1991 Eröffnung des Veranstaltungszentrums Stadthalle Soest und des Bürgerzentrums „Alter Schlachthof“.

1992 Inzwischen sind 600 Häuser unter Denkmalschutz gestellt.

2002-2004 Offenlegung und Renaturierung des Kolk- und Kützelbachs.