Startseite Stadtplan Impressum
RSS abonnieren Tweet me An Facebook senden

Radfahren in Soest

Die Stadt Soest war im Jahr 1993 Gründungsmitglied und ist auch weiterhin Mitglied in der vom Land NRW eingerichteten „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise" (AGFS). Zwischenzeitlich ist die Gemeinschaft, die offiziell als „e.V." geführt wird, auf 73 Mitglieder angewachsen, wobei auch ganze Kreise als fahrradfreundlich gelten dürfen. So ist auch der Kreis Soest in 2008 aufgenommen worden.

Das Ziel

Die Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, in Politik und Planung Schwerpunkte für eine systematische Förderung des Radverkehrs zu setzen. Sie verstehen sich als Modellstädte, die neben beispielhaften und innovativen Einzelmaßnahmen auf allen Handlungsebenen des Radverkehrs ein fahrradfreundliches Klima schaffen wollen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren und insbesondere die Innenstädte vom Autoverkehr entlastet werden.

Untersuchungsergebnisse für Städte, die bereits seit über 10 Jahren an diesem Vorhaben beteiligt sind, ergeben eine Zunahme des Radverkehrs von 20-30% bei entsprechender Abnahme des motorisierten Verkehrs. Gleichzeitig hat sich das Unfallrisiko in Relation zur steigenden Fahrradnutzung verringert (Auszug aus dem Aktionsplan der AGFS).

Anhand einer modal-split-Studie aus 2011 wurde ermittelt, dass die Stadt Soest einen Radverkehrsanteil von 21,6% aufweist. Eine Förderung des Radverkehrs wird ebenfalls über die Regionale Südwestfalen 2013 erfolgen. In der Zwischenzeit wurde  durch ein Aachener Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit der örtlichen Verkehrsplanung ein Wabennetz von Radverkehrsstrecken erarbeitet. Dabei wurde auf vorhandene Wege zurückgegriffen. Es ist beabsichtigt, diese Strecken und Knotenpunkte mit einer speziellen Nummerierung als Routenvorschläge auszuschildern. Es ist gleichzeitig ein alltagtaugliches Radwegenetz als Verdichtung zum seit 2003 existierenden NRW-Radwegenetz. (sh. auch www.radverkehrsnetz.nrw.de )

Deutscher Fahrradpreis 2013

Auf außergewöhnliche Beachtung in der bundesweiten Presse stieß die Stadt Soest mit der innovativen Schutzstreifenmarkierung in der Jakobistraße im historischen Stadtkern. Diese Art der Markierung ist vermutlich einmalig in Deutschland und wurde in 2013 mit dem Deutschen Fahrradpreis in der Kategorie „Alltagsmobilität" prämiert.

Verbesserung des Radwegenetzes

Die Stadt Soest ist bemüht, ständig an einer Verbesserung des Radwegenetzes innerhalb der Stadt zu arbeiten. Dies geschieht einerseits durch den Neubau von Radwegen (z.B. Hammer Weg 2009), durch Neumarkierungen von Radfahrstreifen unter Veränderung des vorhandenen Fahrbahnquerschnittes (z.B. Niederbergheimer Straße 2008) oder die laufende Reparatur von Radverkehrsanlagen (Schlaglochbeseitigung oder Auffrischung von Markierungen). Zurzeit gibt es in Soest ein Radwegenetz von ca. 70 km Länge. Hiervon entfällt etwa die Hälfte auf straßenbegleitende Radwege, der restliche Anteil sind selbstständige Radwege. Die Beschilderung der ausgewiesenen Radwege erfolgt im Rahmen der Regionale und wird im Jahresverlauf 2014 vorgenommen.

Touristische Routen sind dabei die „Soester Schlüsseltour" als ein 52 km langer Rundkurs entlang der Soester Stadtgrenze mit einer möglichen Abkürzung über Ampen wie auch die „Herz-Route", die durch die Soest, Möhnesee und Bad Sassendorf führt (56 km). Beide Strecken werden bis 2014 mit eigenem Logo ausgeschildert und können bei mittlerer Geschwindigkeit (15 km/h) in ca. 3,5 Std. befahren werden.

Eine weitere ausgeschilderte Kurztour (15 km) führt vom Bahnhof Soest über einen historischen Weg zur Seestraße nach Möhnesee-Körbecke durch das Naturschutzgebiet Kleiberg bei Hiddingsen („Alter Soestweg")

Abstellmöglichkeiten in der Stadt

Die Schaffung ausreichender Fahrradabstellanlagen ist ebenfalls eines der gesetzten Ziele. So wurde die Radstation am Bahnhof in 2010 von bisher 300 auf nunmehr 450 Plätze vergrößert. Die Gebühr für einen Stellplatz liegt bei 7,00 Euro monatlich (bzw. 70 Euro jährlich). 20 abschließbare Fahrradboxen stehen auf der Bahnhof Nordseite zur Verfügung. Eine Anmietung kann für mtl. 7,00 Euro erfolgen. Bei der Sanierung des Parkhauses Leckgadum in der Innenstadt im Rahmen des Konjunkturpaketes wurden zusätzlich 20 Fahrradständer im Eingangsbereich eingerichtet, so dass dort kostenfrei 30 Fahrradstellplätze regensicher zur Verfügung stehen. An etlichen Fahrradbügeln in der Stadt können Fahrräder diebstahlsicher und teils regensicher angeschlossen werden.

Informationen erhalten Sie beim Fahrradbeauftragten der Stadt Soest oder unter fahrrad@soest.de

Kommunale Betriebe Soest Anstalt des öffentlichen Rechts
Straßen, Gewässer, Grün
Windmühlenweg 21
59494 Soest

 

 

Ansprechpartner:

 

 

Fahrradbeauftragter

Manfred Scholz
Tel.:02921/103-3305
Fax:02921/103-3399
Email: fahrrad@soest.de