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Drittes Wohnmodul am Ostenhellweg wird zeitnah zurückgebaut

Im Bericht des Soester Anzeigers vom 10. Februar wird der Stadtverwaltung Soest vorgeworfen, ohne Baugenehmigung ein Wohnmodul aufgestellt zu haben. Grundsätzlich benötigt jeder, also auch die Verwaltung dafür eine Baugenehmigung. Diese Genehmigung liegt für dieses dritte Wohnmodul nicht vor, was wir bedauern. Da es dem Soester Anzeiger aber offenbar nicht möglich war, alle Informationen bezüglich des betroffenen Wohnmoduls am Ostenhellweg darzulegen, nimmt die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt Soest die Gelegenheit wahr, dieses darzustellen.

Als im Jahr 2015 die sogenannte Flüchtlingswelle Deutschland erreichte, haben wir es in Soest geschafft, dass wir so zeitnah wie eben möglich für entsprechende Unterkünfte sorgen konnten, ohne dauerhaft Sporthallen dafür benutzen zu müssen. Dabei war eine dezentrale Unterbringung ein wichtiger Baustein für die Integration der Menschen. Neben zusätzlichen Wohnmodulen an der Waldstraße und im Teinenkamp wurde auch am Ostenhellweg zunächst zwei solcher Module aufgestellt. In diesen insgesamt sechs Unterkünften wurden in den letzten Jahren Flüchtlinge untergebracht. Selbstverständlich lag für sie eine entsprechende Baugenehmigung vor.  

Im Sommer 2015 war nicht abzusehen, wie es mit dem Zuzug von Flüchtlingen nach Soest weitergeht. Die Lieferanten der Wohnmodule signalisierten Lierferengpässe bei stetig steigenden Preisen, so dass die Stadt entschieden hat, vorsorglich eine weitere Unterkunft anzumieten. Als Standort war der Ostenhellweg entsprechend vorgesehen, sowie mit der Bauordnung erörtert. Aus logistischen Gründen wurde das dritte Modul sofort am geplanten Ort abgestellt und nicht etwa zwischengelagert. Eine Inbetriebnahme war von vorne herein erst nach erteilter Baugenehmigung geplant. 

Im Frühjahr 2016 ebbte der hohe Zuzug von geflüchteten Menschen deutlich ab. Aus diesem Grunde und nicht zuletzt aufgrund der im November 2015 in Betrieb genommenen ZUE in der Kanaal-van-Wessem-Kaserne hat Soest deutlich weniger Zuweisungen von Flüchtlingen erhalten, als zunächst angenommen. Daher wurden auch bereits vier Wohnmodule am Ende der jeweiligen Mietzeit abgebaut. 

Die der Stadt zugewiesenen Flüchtlinge konnten und können alle in den in Betrieb befindlichen Unterkünften untergebracht werden. Daher ist bereits im letzten Jahr entschieden worden, dass das im Artikel genannte dritte Wohnmodul am Ostenhellweg nicht zum Einsatz kommen wird. Zeitnah ist mit dem Rückbau zu rechnen; mit dem Vermieter ist bereits Kontakt aufgenommen worden.