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Soest als Kunststadt des Expressionismus

Soest. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war Soest eine Kunststadt des Expressionismus und wurde auch national als solche wahrgenommen. Erstmals sind nun Werke der seinerzeit in Soester ansässigen Expressionisten in einer herausragenden Ausstellung zu sehen. Das Museum Wilhelm Morgner Soest zeigt vom 3. September bis 26. November 2017 „Wilhelm Morgner und die Junge Kunst in Soest“ – eine Dokumentation, die gleichsam erläutert, weshalb Soest so viele Künstler des Expressionismus angezogen und hervorgebracht hat.

Der Begriff „Das junge Soest“ taucht in den 1920-er Jahren auf und bezieht neben Wilhelm Morgner auch die in Soest ansässigen jungen Künstler ein: vor allem Eberhard Viegener, Arnold Topp und Wilhelm Wulff. Die Vorläufer und Vorbilder dieser „jungen Soester“ wie Otto Modersohn, Christan Rohlfs, aber auch Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff, die zeitweise alle in Soest waren und Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken schufen, werden mit ihren auf Soest bezogenen Bildern auf der Ausstellung ebenfalls zu sehen sein.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Wilhelm Morgner, dessen früher Tod 1917 sich in diesem Jahr zum 100. Male jährt. 2017 ist aber auch der 50. Todestag von Eberhard Viegener, so dass auch dieser Künstler mit vielen Werken, darunter viele unbekannte, gewürdigt wird. Arnold Topp ist erstmals mit Arbeiten vertreten, die aus Privatbesitz stammen. Und Wilhelm Wulff wird mit seinem Frühwerk, sowohl bildlichen als auch plastischen Werken, zu sehen sein. Im Museum Wilhelm Morgner ist zum ersten Mal überhaupt eine so gewichtige Zusammenstellung des „Jungen Soests“ zu sehen, die gleichsam herausarbeitet, weshalb man mit Fug und Recht sogar von einer expressionistischen Künstlerkolonie des „Jungen Soests“ sprechen kann.

Hier finden Sie weitere Informationen über die herausragende Ausstellung.