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Frisch restauriert

Max Schulze-Sölde: Blick ins Möhnetal, 1944, Öl auf Hartfaserplatte
Max Schulze-Sölde: Blick ins Möhnetal, 1944, Öl auf Hartfaserplatte

Am 27. Januar 2011 wurde das oben zu sehende Gemälde von Max Schulze-Sölde nach der Restaurierung zurückgebracht. Das Foto, das während der Arbeiten am Bild entstand, demonstriert deutlich die Verbesserungen. Das mit Mitteln des Vereins der Freunde der Soester Kunst, der Deutschen Bank, des LWL-Museumsamts für Westfalen und der Stadt Soest restaurierte Bild ist nun in der Dauerausstellung im Saal des Kunstmuseums im Wilhelm-Morgner-Haus zu sehen.

Die Stadt Soest verfügt über einen umfangreichen Kunstbesitz, der mehr als 3.000 Exponate umfasst. Dazu zählen Werke von Josef Albers, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde und Christian Rohlfs, um stellvertretend für alle einige bekannte Künstler zu nennen. Das umfangreiche Werk Wilhelm Morgners, das 60 Gemälde und über 400 Arbeiten auf Papier umfasst, bildet das Herzstück der Sammlung.

Leider wurden die im Laufe des 20. Jahrhunderts gesammelten Kunstwerke nicht ordnungsgemäß aufbewahrt. Diese jahrzehntelange mangelhafte Unterbringung fügte den Exponaten teilweise erhebliche Schäden zu.

Die Ausstellung „Bilder, die aus dem Rahmen fallen“ Anfang 2005, in der einige beschädigte Objekte, begleitet von einem Spendenaufruf, gezeigt wurden, demonstrierte den Zustand der Kunstwerke und die Notwendigkeit der Restaurierungsmaßnahmen. Die Folgeausstellung „Bilder, die aus dem Rahmen fielen“ ein gutes Jahr später zeigte erste Erfolge auf und regte weitere Bürger zu Spenden an.
Seit dem Jahr 2005 wird – initiiert durch Ausstellungen restaurierungsbedürftiger und auch restaurierter Objekte – der Soester Kunstbesitz systematisch restauriert. Fachlich begleitet das Projekt intensiv das LWL-Museumsamt für Westfalen in Münster, das für die einzelnen Fragen weitere Spezialisten einbezieht (z. B. für Farbuntersuchungen). Zudem fördert das LWL-Museumsamt alle Restaurierungsmaßnahmen mit einem Zuschuss von 30 % der Gesamtkosten. Seit dieser Zeit ist es gelungen, knapp 370 Kunstwerke verschiedenster Art zu restaurieren und so den Kunstbesitz zu erhalten.
Der hohe Bedarf an Mitteln, nicht zuletzt ausgelöst durch besondere Schwierigkeiten der Materialverwendung Wilhelm Morgners, übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Soest.

Hier ist es den Verantwortlichen gelungen, in Zusammenarbeit mit dem Verein Freunde des Soester Kunstbesitzes, der sich die Aufgabe stellt, insbesondere den Erhalt und die Pflege des Kunstbesitzes der Stadt Soest zu fördern, weitere Mittel zu bekommen und so die Restaurierung zu forcieren. Allein im Jahre 2010 spendeten die Kunstfreunde mehr als 13.500 € für die Restaurierung von Kunstwerken verschiedenster Künstler. Insgesamt hat der Verein durch den großzügigen Einsatz finanzieller Mittel von insgesamt rund 60.000,00 € dafür gesorgt, dass mit deren Hilfe bis einschließlich 2010 192 Kunstwerke restauriert werden konnten.
Auch ist es im Jahr 2010 erstmalig gelungen, Mittel der Landesregierung NRW zur Förderung von Museumsprojekten zu erhalten, die sich durch das „Restaurierungsprogramm Bildende Kunst“ finanziell an den Restaurierungsaufwendungen zweier Werke des Künstlers Morgner beteiligt haben.

Weitere „Public-Private-Partnership-Modelle“ wurden seit dieser Zeit auf den Weg gebracht, und so spenden auch in und um Soest ansässige Unternehmen für den Erhalt des Soester Kunstbesitzes.