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Das Haus zum Spiegel

Das Stadtarchiv ist im "Haus zum Spiegel" untergebracht

Das Haus Jakobistraße 13, das „Haus zum Spiegel“, in dem das Stadtarchiv und die Stadtarchäologie untergebracht sind, trägt die Jahreszahl 1696 auf seiner Vorderseite. Das ist aber wohl das Datum einer grundlegenden barocken Neufassung eines älteren Gebäudes. Der Vorgängerbau war ebenfalls ein Steinhaus, der 1446 erstmals erwähnt wurde. Neben dem Rathaus und dem von Friesenhausenschen Hof am Steingraben ist es eins der drei erhaltenen Steinbauten aus dem Barock und wohl das Domizil eines reichen Soesters aus dem Patriziat gewesen. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte das große Haus nacheinander den Patrizierfamilien von Affeln, von Klenke, von Offerhaus und von Dolffs.

1830 übernachtete der preußische Prinz Albrecht hier, dessen Besitzung damals dem Posthalter Carl Schneider gehörte. 1973 starb die Besitzerin, und der große Besitz wurde zum Verkauf angeboten. Das hier als Mieter untergebrachte und inzwischen von der Evangelischen Kirche in Deutschland übernommene Ökumenische Archiv des Professors Friedrich Siegmund-Schultze wurde nach Berlin verlagert.

Die Stadt Soest kaufte das Haus für die Unterbringung des Stadtarchivs im Mai 1974. Am 18. April 1975 konnte die neue Unterkunft der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb von zwanzig Jahren hat die Stadt Soest einschließlich des Erwerbs ca. eine Million Euro ins Haus des Stadtarchivs investiert.

Ausführlich mit weiteren Literaturhinweisen informiert zur Geschichte des Hauses: Gerhard Köhn: Jakobistraße 13 – ein Patrizierhof. Vom geschichtsträchtigen Haus zum Haus der Soester Stadtgeschichte. In: Norbert Wex (Hrsg.): Soester Schau-Plätze. Historische Orte neu erinnert. Soest 2006, S. 377-384. Im Januar 2009 war das Gebäude "Denkmal des Monats". Dazu erschien ein Aufsatz von Annette Werntze: Die Geschichte des Hauses Jakobistraße 13. In: Soester Zeitschrift 121 (2009), S, 103-112.